Meine Liebe zum Meer … in die Wellen einer Geschichte eintauchen …

Ich bin wahnsinnig gerne unterwegs, zum Schreiben. Es gab schon das eine oder andere witzige Erlebnis, aber das verrat ich Stück für Stück. Meine Liebe zu Italien, darüber erzähle ich gleich noch mehr, aber neben Italien darf auch das Meer nicht fehlen. Ich liebe das Meer. Schon von klein auf konnte ich es nicht erwarten, meine Zehen in die Wellen zu halten und diese Faszination ist bis heute so geblieben. Das Meer bietet interessante Parallelen zum Schreiben. Mal ist es eben und still, dass man glaubt, ganz allein in der Adria zu sein, mal ist es wild und erbarmungslos wie meine Plots bei der Planung. Es gibt jedoch nichts Besseres als zu sehen, wie sich beim Schreiben oftmals alles wie bei vielen kleinen Zahnrädern fügt. Es muss nicht immer alles durchgeplant sein, dagegen wehre ich mich als berufene Bauchschreiberin. Neuerdings merke ich, dass ein wenig mehr Struktur und Dramaturgie durchaus ihre Vorteile haben.

Ich liebe solche Fotos. Man sieht nicht alles auf den ersten Blick – in meinen Büchern auch nicht.

Wer ist diese Autorin und was treibt sie an?

Das bin ich. Ich bin Autorin und schreibe aus bestimmten Gründen auch fallweise unter einem Pseudonym. Bevor ich euch das anvertraue: Nein, mein Vater ist kein heißblütiger Sizilianer, obwohl das gewisse Reize hätte und ich wohne nicht in Venedig. Leider, ich würde es liebend gern tun, aber es gibt auch einige Gründe, die dagegen sprechen. Auch darüber werde ich den kommenden Wochen und Monaten sicher öfter erzählen, weil es mich aufregt. Und das Schreiben unter Pseudonym ist nicht, weil ich mich vor Kritik fürchte, sondern weil es ein Neustart ist, der viele Jahre gebraucht hat. Außerdem trenne ich meine anderen beruflichen Interessen aus nachvollziehbaren Gründen und gönne mir die Liebe zum Schreiben unter einem anderen Namen.

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Ich hatte bereits vor einigen Jahren einen historischen Roman über Venedig und die Geheimnisse der Glasbläserkunst geschrieben, doch dann passierten einige Dinge in meinem Leben. Das Schreiben war nicht mehr präsent. Es ging nicht. Und dennoch spürte ich all die Jahre eine gewisse Leere, die ich mit verschiedenen Sachen auffüllen wollte. Was nur so halb und halb gelang. Das, was jedoch über die Jahre Bestand hatte, war meine Liebe zum Reisen und speziell Italien, Venedig. Meine große Leidenschaft ist das Schreiben, das Recherchieren vor Ort und das Eintauchen in die Geschichten meiner Charaktere, die nicht auf dem Reißbrett entstehen.

San Giorgio – ein weiterer meiner Schreiborte in Venedig – Schlüsselszene meines Venedig-Thrillers

Der schmerzhafte Prozess beim Schreiben eines Romans

Das mag nicht jeder gut heißen, aber wer Kritik übt, sollte einmal erfahren, was es bedeutet, ein Buch zu schreiben. Wie viel Arbeit tatsächlich hintersteckt und damit meine ich nicht einmal den eigentlichen Schreibprozess. Mich springen die Ideen zwar mitunter an, aber das bedeutet nicht, dass das Buch in Null-komma-Nichts geplant und geschrieben ist. Es braucht eine gewisse Zeit, um mit der Idee warm zu werden, “schwanger zu sein”, auch wenn es zum Glück nicht immer neun Monate der Geduld erfordert. Die Aufregung, wenn das Buch allerdings erscheint, ist durchaus mit Geburtsschmerz und Geburtsglück eng verbunden. Der Augenblick, wenn du dein Buch mit einem ENDE abschließt, ein Verlagsvertrag oder das Selfpublishing. Alles steht und fällt mit dem Feedback jener, für die du am Ende auch gern schreibst, deinen LeserInnen. Und da beginnt der Kampf.

Natürlich schreibe ich auch für mich, aber ich bin jemand, der mit dem ganzen Herzen lebt und schreibt. Kritiken tun mir sehr weh. Vor allem, wenn sie ohne Gedanken runter geschrieben werden und keine konstruktiven Begründungen enthalten. So kam neben der persönlichen schweren Situation noch der Umstand dazu, was wird beim nächsten Roman? Wie lauten da die Kritiken. Gut, es ging ohnehin nicht mehr mit dem Schreiben, also wozu Gedanken machen, über etwas, das mir so weit entfernt schien in meinem Leben. Und dennoch war da etwas, das mich ständig quälte. Willst du deine Manuskripte jetzt tatsächlich in der Lage liegen lassen?

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Tu, egal was, aber bitte – schreib endlich wieder!

Und dann trat ein Mann in mein Leben, der es ordentlich auf den Kopf stellte. Ich, die für Amore und Leidenschaft eintrete, sie in jedem meiner Bücher bis aufs Blut verteidige, hatte mich verliebt. Und ich bin da wirklich sehr romantisch, von Liebe auf den ersten Blick bis “Lass mich sagen, wie wichtig du mir bist” ist alles dabei. Da musste mein Schatz durch und das gelingt ihm bisher auch gut. Aber, in unseren endlosen Telefonaten in der ersten Zeit gab es immer wieder ein großes Thema, das Schreiben. Und warum ich es nicht mehr tue. Und nachdem dieser Samen in meinem Herzen gesät war, dauerte es nicht lange und er wuchs. Ich glaubte wieder an mich als Autorin, an meine Romane, daran, dass sie LeserInnen finden, denen ich ein paar Stunden lang ein Lächeln, ein paar Tränen und Leseglück bescheren kann. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Die alte Lust, endlich wieder auf Reisen zu gehen, kam gleichzeitig mit dem Schreiben zurück.

Ein Roman, dessen vage Idee seit all den Jahren noch immer Bestand hatte, nahm Formen an. In den ersten 9 Wochen entstanden knapp 270 Seiten einer Rohfassung, die ich nicht so schrecklich fand für den ersten Versuch des Schreibens nach der langen Zeit. Im Gegenteil, ich entdeckte mit einer nie gekannten Intensität die Liebe zum Spiel mit Wörtern, Buchstaben, dem Kopfkino der Leser. Und ja, es IST Arbeit. Nicht immer, denn wenn man so stundenlang am Computer sitzt und darüber die Zeit vergisst, Essen, Alltag … der Flow ist herrlich. Jetzt arbeite ich Stück für Stück weiter, ich vertiefe meine Recherchen und freue mich über neue Szenenideen, Figuren, die sich nachträglich in die Geschichte einschleichen und ihr neue Wendungen schenken. Das macht so unheimlich Spaß, dass ich darüber nicht allein in meinem Kämmerlein brüten wollte, sondern hinaus in die Welt wollte.

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Wenn du erfahren möchtest, wie ich so als Autorin und Mensch ticke, und warum ich unbedingt nach Italien reisen möchte, der sollte meinem Blog treu bleiben. Ich möchte meinen Bella amore mio – Italien-Blog als Anlaufstelle sehen für Menschen, die gerne romantische und spannende Bücher lesen, die wie ich gern in Venedig oder Siena sind, die sich über die aktuellen Ereignisse meiner Romanwelten und der Realität informieren möchten – in allen Facetten.

In diesem Sinne freue ich mich, dass ihr es bis zum Schluss meines Blogbeitrags geschafft habt. Ich wünsch euch einen wunderschönen sonnigen Tag!

Ciao Manu
Autorin und Bloggerin aus Leidenschaft, die Euch gerne auf ihren Recherche-Reisen quer durch Italien mitnimmt!

2 comments

  1. Das hat mich sehr neugierig gemacht… ich gebe zu auch ich liebe Italien und das Meer. Allerdings schreibe ich nicht sondern ich liebe Bücher. Alles gute
    Salve

    1. Ciao Bianca,
      lieben Dank für deinen Kommentar. Ja, Italien und das Meer sind eine unwiderstehliche Kombination. Schön, dass du liest? Was denn besonders gerne? Wo bist du gern in Italien unterwegs? Ich wünsch dir ein tolles 2020 und schöne Tage in Bella Italia. Salve Manu

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