Coronavirus in Italien

Die Schlagzeile „Coronavirus in Italien“ hat mich ziemlich geschockt. Es vergeht kaum eine Stunde bis zu den nächsten News. Mir macht das, ehrlich gesagt, Angst. Und es macht traurig, denn ich weiß, dass viele Menschen um ihre Lieben bangen, die gerade in Italien unterwegs sind oder deren Eltern beispielsweise in Italien leben. Und ich bange um meine geplanten Reisen. Aktuell warte ich auf eine Rückmeldung des Reisebüros, was im Ernstfall ist. Es tut mir unheimlich weh, diese Ungewissheit zu haben. Das Coronavirus in Italien hält alle auf Trab.

Tipps für Urlaube nach Italien

Italien zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern. Nicht nur im Sommer, sondern auch für Städtereisen sind Metropolen wie Florenz, Mailand, Venedig, Bologna u.v.m. sehr gefragt. In absehbarer Zeit wollte ich nach Bologna fliegen, das kann ich momentan knicken. Hier übrigens ein Link für meine deutschen Blogleser, die sich ebenfalls Gedanken zum gebuchten Italien-Urlaub machen. Das Corona-Virus dürfte sich nicht so rasch ausrotten lassen. Bleibt zu hoffen, dass es nur wenige Opfer fordert, ob in Europa oder woanders.

INFOS: Das Reisebüro evaluiert und bietet eine Stornomöglichkeit mit 10 % an. Jeder rät, abzuwarten. Vor kurzem kam die Info, auch in Österreich gibt es jetzt konkret zwei Corona-Patienten, die aus der Lombardei stammen. In Italien starb der 7, über 230 Infektionen. Inzwischen ist auch klar, dass die Schlagzeilen gern die Panik der Menschen schüren. Liest man die Artikel, wird abgeschwächt und konkretisiert. Auch in Florenz und Sizilien gibt es leider News.

Panik, Hamsterkäufe und der vergebliche Versuch der Institutionen, die Angst einzudämmen

UPDATE 26.2.: Nun schließen teils Schulen in Palermo. Verdachtsfälle gibt es offenbar auch in Kampanien und Apulien. In Österreich konnten zwei Fälle definitiv als Corona-Entwarnung abgehakt werden. Allerdings merke ich im Bekannten- und Freundeskreis, dass die Panik um sich greift. Da erscheint mir meine eigene “Panik” harmlos, wenn ich sehe, was bei anderen abgeht. DAS bereitet mir echt Sorge. Wenn mehrere Menschen so überreagieren – siehe der Artikel mit einer Situationsaufnahme aus Italien.

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Die beiden Recherchetouren an den Golf von Sorrent und Apulien sind für mich sehr wichtig. Nicht falsch verstehen: Natürlich steht die Gesundheit der Italiener an oberster Stelle und es ist auch in meinem Interesse, dass die Verdachtsmomente relativ schnell abgeklärt sind. Aber ich hatte mich auf diese Touren gefreut. Auf die Eindrücke, die Erlebnisse vor Ort, die ich in meine neuen Romane fließen lassen kann. Ja, jetzt heißt es, abwarten und Limoncello trinken, denn was anderes bleibt mir nicht übrig.

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Rom: Reich an Kultur und Geschichte

Mobilität hat ihren Preis

Es zeigt aber auch, wie viel wir inzwischen unterwegs sind. Dachte ich vor wenigen Wochen noch, die armen Chinesen, denke ich jetzt, wie rasch verbreitet sich das Coronavirus in Italien, in ganz Europa?! Es ist jetzt doch verhältnismäßig rasch gegangen. Der heftige Anstieg an Erkrankten war auch für die Behörden Italiens überraschend. Wenn man an die Berichte von Hamsterkäufen, Überreaktionen und neu gebauten Spitälern denkt, wird einem doch etwas mulmig. Soll ich jetzt anfangen, Grundnahrungsmittel einzukaufen, weniger raus zu gehen? Oder lieber in dieser Grubenstimmung einen Thriller schreiben?

Die Mobilität ist derzeit ein Fluch. Es zeigt sich, wie viel wir eben unterwegs sind und wie selbstverständlich das inzwischen für uns ist. Ich bange sogar schon um Veranstaltungen in Deutschland, weil mich die Ereignisse der letzten 48 Stunden sensibilisiert haben: Dafür, dass ich keine Ahnung habe, was in sechs, zehn Wochen los ist. Vielleicht ist der Spuk mit dem Corona-Virus in Italien dann bereits vorbei oder auch nicht?

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Möwen sind herrliche Tiere, aber ganz schön frech …

Coronavirus in Italien – und dann …?

Meine Gedanken kreisen voller Schwermut, denn wie habe ich mich auf die Reisen gefreut. Jetzt ist das von Unsicherheit geprägt, auch von finanziellen Überlegungen, von Stornokosten oder Optimismus, der für bessere Laune sorgen könnte. Ich merke außerdem, wie sehr ich Italien liebe und die große Freude, endlich wieder Bella Italia in natura zu erleben, die hat einen satten Dämpfer erhalten. Und dazwischen regt sich ein schlechtes Gewissen. Denk lieber mal an die Leute, die jetzt in Norditalien in ihren Häusern und Wohnungen sitzen, an geschlossene Schulen und Kindergärten.

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Die Bilder aus dem Fernsehen über die Geisterstädte Chinas waren schon entsetzlich. Die Einbußen vieler Geschäfte und Unternehmen waren und sind bis jetzt deutlich spürbar, auch außerhalb Chinas. Allein die Vorstellung, dass nun auch Städte in Italien wie Mailand, die Modemetropole schlechthin, zu einer solchen Geisterstadt werden könnte, ist schon sehr gespenstisch.

Kreuzfahrt mit Folgen …

Nachdem ich mir schwor, die Panikschiene runterzufahren, kam dann die Eilmeldung, ÖBB stoppt Zugverkehr nach Italien. Na bravo! Und dann denkst du dir gleichzeitig, wie kommen eigentlich die Menschen heim, die gerade auf einem Kreuzfahrtschiff irgendwo im Mittelmeer unterwegs sind? Da gehst einmal auf große Fahrt und Tage später sitzt du in irgendeinem Hafen fest wie die Leute, die dann auf der Diamond Princess für eine Stunde täglich an Deck durften, um frische Luft zu tanken.

Neuerdings gibt es überraschend günstige Schnäppchen? Dank dem Coronavirus in Italien? Offenbar schreckt man auch vor Kreuzfahrten zurück. Viele Menschen haben bereits jetzt ihren Italien-Urlaub storniert. Entgegen der Auskunft eines Wiener Reisebüros, man habe kaum Stornos, höre ich oft, dass das Gegenteil der Fall ist. Unbestritten ist: Das Corona-Virus sorgt für ein ziemliches Chaos, ob man will oder nicht. Betroffen ist vor allem der Tourismus, aber auch der Warenfluss.

Brrr! Was für eine Vorstellung, in der Innenkabine mit der Reisebegleitung festzusetzen für eine ungewisse Zeit. Ein spannender Stoff für einen neuen Roman, war mein erster Gedanke. Der zweite, stell dir vor, du hast eine Ehekrise und dann sitzt du mit deinem Partner auf 11 Quadratmetern fest. Entweder hast du nach dieser Kreuzfahrt wieder eine Ehe oder eine noch größere Krise.

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Alles Gute!

Coronavirus ade!

Ich wünsche an dieser Stelle Italien viel Kraft und Glück, die Herausforderungen rund um das Coronavirus bestmöglich zu überstehen. Falls ihr Freunde und/oder Familie in Italien habt, wünsche ich euch von Herzen alles Gute. Möge sich manche Unsicherheit in Wohlgefallen auflösen. Bleibt gesund und möge das Coronavirus raschest ein dunkler Schatten in unseren Erzählungen werden!

Wie immer freue ich mich über eure Kommentare. Habt ihr Angst vor dem Coronavirus oder voller Zuversicht, dass die verantwortlichen Stellen einen guten Notfallplan haben?

Ciao Manu
Autorin und Bloggerin aus Leidenschaft, die Euch gerne auf ihren Recherche-Reisen quer durch Italien mitnimmt!

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