Ewige Stadt Rom

Dieser Tage füllte sich die Ewige Stadt Rom, zum ersten Mal seit Langem wieder mit Menschen. Die Ausgangsmaßnahmen wurden deutlich gelockert und so entdeckten die Römer ihre cittá mit neuer Freude. Viele beneiden mich, in Wien zu wohnen. Mit all dieser prachtvollen Geschichte und den Sehenswürdigkeiten.

Seit meinem ersten Besuch in Rom denke ich oft an meinen ersten Eindruck dieser faszinierenden Stadt zurück. Ich wusste nicht, wohin zuerst schauen. An gefühlt allen Ecken standen Säulen, Statuen oder Tempel der Antike, imposante Bauwerke, deren Größe unvorstellbar ist. Wie musste es erst gewesen sein, als Rom, die Ewige Stadt, von Künstlern wie Raffael entdeckt wurde?

Rom ist auch eine sehr laute, lebhafte Stadt. Kaum vorstellbar, wie ruhig es in den letzten Wochen gewesen ist. Zwischen Massen von Touristen und Einwohnern ist es gar nicht einfach, sich zurechtzufinden. Ich erinnere mich an lange Fußmärsche, weil wir die Karte wieder falsch gedeutet haben.

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Ich liebe diese Bäume und Gebäude … bella Roma!

An einem heißen Tag herumzulaufen verliert normalerweise an Reiz, aber der Augenblick, wo ich mich unverhofft über der berühmten Spanischen Treppe befand, dem Wahrzeichen von Rom, der Ewigen Stadt, war ein absolutes Highlight. Damals natürlich noch überbevölkert, drum auch ein Foto mit Menschen drauf. Mir ist jedoch unbegreiflich, wie man über diese wunderschönen Stufen mit dem Fahrrad rumpeln muss oder sich auf dem Gemäuer verewigt? Ich versteh die hohen Strafgebühren dafür absolut.

Bella Roma – wo kann man Italien besser verstehen lernen?

Tatsächlich finden sich in der Ewigen Stadt Rom viele Hinweise und Klischees. Die Lautstärke des Verkehrs ist nachweislich hoch, finde ich. Auch das typisch italienische Verkehrschaos fand ich dort bestätigt. Achtung, bei Rot wird gefahren und gehupt. Das Hupen gilt als Einverständnis. Wer als Tourist hofft, ungeschoren durchzukommen, sollte auf der Hut sein.

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Am besten wie die Römer machen, nett winken, empörte Gesten machen, drübergehen und bekreuzigen. Viva la Roma! Keine Stadt ist so beliebt wie Rom, die Ewige Stadt.

Außerdem sollte einer die Rechnung im Restaurant übernehmen. Jetzt verstehe ich die Verzweiflung und das Unverständnis mancher Kellner, wenn diese für jeden Gast die Konsumation extra herausrechnen mussten. Einer zahlt, dann wird aufgeteilt. Praktisch, spart Zeit und Nerven (des Kellners). Unsereins wartet dann aber noch ungeduldig auf das Rückgeld oder die Übergabe des “resto“, dem Trinkgeld. Einfach ein paar Münzen auf das kleine Tellerchen oder in die Box legen, Arrividerci sagen und aufstehen. Für viele ungewohnt, aber so üblich.

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Circus Maximus – sehr eindrucksvoll diesen geschäftsträchtigen Boden zu betreten

Wo die Gladiatoren kämpften …

Es gab einige Highlights während meiner Tour durch Rom. Die Engelsburg beispielsweise oder das Kolosseum, wo selbst die Löwen mit dem Aufzügen hochgefahren wurden. Vieles kam – wie die Spanische Treppe – unverhofft, denn auf dem Weg dahin verliert man leicht jegliches Zeit- und Orientierungsgefühl, sodass plötzlich rechterhand das Kolosseum in seiner ganzen Pracht auftaucht und linkerhand den Tiber entlang die Engelsburg im schwindenden Sonnenlicht eines heißen Tages glüht.

Ach Rom, auch dort habe ich ein Stück von meinem Bella Italia-Herz garantiert verloren. Und ja, die Römer sind mitunter ein sehr elegantes und stolzes Völkchen, gut aussehende Männer gibt es hier deutlich mehr. Außerdem waren die Römer sehr hilfsbereit. Angesichts der Flut von 44 Millionen Besuchern 2019 finde ich das erstaunlich.

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Kolosseum – Geschichte pur

Wusstet ihr, dass es auch Gladiatorinnen gab? Der Hollywood-Film “Der Gladiator” mit Russel Crowe ist vielen zu heftig, dabei muss die Wirklichkeit noch schlimmer gewesen sein. Ja, es erinnert an die Tribute von Panem, aber lasst uns weiterziehen. Nur ein Tipp: Für den Besuch vom Kolosseum solltet ihr unbedingt Zeit einplanen. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Falls es tatsächlich mal nicht so Bella Italia-Wetter gibt, kann man diese Stunden getrost in einem der vielen Museen in Rom, der Ewigen Stadt, verbringen.

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Rom in wenigen Stunden oder Tagen?

Die Frage quälte mich auch. Zu viel wollte ich sehen, zu wenig habe ich geschafft. Ein guter Freund gab mir den Rat, mich zu entscheiden. Antike oder eine andere Ära. So sollte ich nach Möglichkeit meine Sightseeing-Pläne aufteilen. Unter zwei Wochen ginge ohnehin nichts, vier Wochen sind perfekt. Ein schöner Traum für Menschen, die einen Job haben, aber natürlich hat er nicht unrecht. Anstelle an einem Wochenende von Hotspot zu Hotspot zu laufen, entwickelt man natürlich bei einem entspannten Aufenthalt ohne Zeitdruck ein intensiveres Gefühl für eine Stadt wie Rom.

Wenn es euch möglich ist, solltet ihr euch wirklich einen längeren Aufenthalt einplanen. Besonders für größere Sehenswürdigkeiten und angeschlossene Museen geht oftmals ein halber Tag drauf. Warum also nicht einen entspannten Takt: 1 Tag Sightseeing, 1 Tag Bella Italia bei Wein und gutem Essen, 1 Tag Sightseeing, 1 Tag Bella Italia bei einem Konzert oder einem abendlichen Spaziergang über den Petersplatz?

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Noch mit ungewohnt vielen Menschen, die auf den Stufen sitzen …

Kulturgeschichte pur in Rom, der Ewigen Stadt, entdecken

Rom ist eine Stadt, die man nicht unbedingt spontan entdecken sollte. Oder ihr macht bewusst mal einen Tag ohne Plan, aber für viele touristische Höhepunkte gibt es online Eintrittskarten und Timeslots, die man reservieren kann. So könnt ihr mit Daumen mal Phi schon gut planen, wie euer Rom-Trip verlaufen soll. Keine Sorge, vor Ort kommt es garantiert anders. Auch schön, oder?

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Der perfekte Platz für “dolce far niente”, das süße Nichtstun

Natur pur in Rom

Mich faszinieren die vielen Parks mit ihren beeindruckend hohen Bäumen. Die Lustoasen mitten in der Stadt sind auch bei den Einheimischen hoch im Kurs. Die Italiener verbringen ohnehin gern ihren Alltag im Freien. Nicht jeder hängt mit Bier und Popcorn vor dem Fernseher, sondern genießt bella Roma mit seiner ragazza oder der famiglia.

Rom hat also noch mehr zu bieten als verfallene Ruinen und abgebrochene Statuen, wie mancher Kunstbanause sagen würde. Am besten, ihr macht euch auf den Weg, sofern es in absehbarer Zeit dank Corona erlaubt ist, die Grenzen nach Italien zu übertreten und macht euch selbst ein Bild.

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Findet heraus, welche Seiten von Rom, der Ewigen Stadt, euch besonders beeindruckt! Oder wart ihr schon dort? Schreibt mir doch euren Geheimtipp oder ein schönes Erlebnis, das ihr mit Rom verbindet. Buona settimana!

Ciao Manu
Autorin und Bloggerin aus Leidenschaft, die Euch gerne auf ihren Recherche-Reisen quer durch Italien mitnimmt!

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